Für die VDI-Nachrichten begleitete ich im Laufe des Jahres 2015 mehrere Entwicklungsetappen des EEBus-Standards.

EEBus steht weniger für eine Bus-Leitung, wie man sie von KNX oder anderen Datenbussen kennt. EEBus ist vielmehr ein Kommunikationsprotokoll, über das verschiedene vernetzte Gerätschaften im Haus oder auch im Energienetz miteinander  kommunizieren können – vor allem Energieerzeuger, Heizungen und andere große Energieverbraucher wie die KFZ-Ladetechnik oder Hausgeräte. Das Protokoll befindet sich bis heute in der Standardisierungsphase – und zwar schon eine ganze Weile. Es ging ursprünglich aus einem vom Bund geförderten Forschungsprojekt hervor und wird deshalb in der Branche auch von vielen Beobachtern kontrovers diskutiert. Diese unterschiedlichen Sichtweisen durfte ich im Rahmen eines Kompatibilitätstests – dem so genannten EEBus-Plusfest beim Prüfinstitut des VDE in Offenbach – im Frühjahr 2015 beleuchten.

Beim EEBus-Plugfest wurde das Zusammenspiel von Anlagen zur Energieerzeugung, Energiemanagern und großen Verbrauchern unterschiedlicher Hersteller erprobt und vorgeführt.
Beim EEBus-Plugfest wurde das Zusammenspiel von Anlagen zur Energieerzeugung, Energiemanagern und großen Verbrauchern unterschiedlicher Hersteller erprobt und vorgeführt.

Ein Kritikpunkt in diesem Artikel war, dass es zwar viele Firmen gibt, die ihre Geräte fit für die Kommunikation via EEBus machen wollen. Doch noch keine Produkte, die das Protokoll tatsächlich nutzen. Das hat sich inzwischen geändert: Mit Beegy, einem innovativen Produktangebot für Endkunden aus Solaranlage, Hausspeicher und Stromtarif, kam im Juli 2015 tatsächlich das erste Angebot auf Basis von EEBus auf den Markt. Mit dem Geschäftsführer von Beegy führte ich im August ein ausführliches Interview in seinem eigenen Anwendungslabor – bei ihm zu Hause. Da vernetzte Energie ähnlich viel mit Energie wie mit IT- und Telekommunikation zu tun hat, interessierte sich auch das Magazin Connect für das Thema.

Das kommt dabei heraus, wenn ein Manger der vernetzten Energiebranche sein Thema lebt: Das Haus von Beegy-Chef Dr. Christian Feißt erzeugt 200% seines Energiebedarfes über ein Solardach und ein Mikro-Blockheizkraftwerk selbst.
Das kommt dabei heraus, wenn ein Manger der vernetzten Energiebranche sein Thema lebt: Das Haus von Beegy-Chef Dr. Christian Feißt erzeugt 200% seines Energiebedarfes über ein Solardach und ein Mikro-Blockheizkraftwerk selbst.

Im Oktober schließlich erschien der zugehörige Artikel auch in den VDI-Nachrichten. Weitere solcher Angebote auf Basis der EEBus-Technologie sollen folgen, womit der seit vielen Jahren diskutierte Standard offenbar endlich bei den Menschen ankommt und seine Mission erfüllt: Die Energiewende technologisch möglich machen. Für mich ist das eines der spannendsten Themen rund um das Internet of Things – more to come.

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